Lernmittelfonds

Lernmittelfreiheit, das war einmal. Seit einigen Jahren müssen die Berliner Eltern bis zu 100 Euro pro Jahr für Schulbücher ausgeben. Lernmittelfonds sind eine sozialverträgliche und flexible Alternative. Der Lernmittelfonds wird von der GEV organisiert und vom Förderverein unterstützt.

 

Was ist ein Lernmittelfonds und wie funktioniert er?

Ein Lernmittelfonds ist eine preisgünstige und praktische Möglichkeit für Schüler und ihre Eltern, pünktlich zum Schuljahresbeginn aktuelle und qualitativ hochwertige Schulbücher und weitere Lernmittel zur Verfügung zu haben. Man zahlt eine von der Schule individuell festgelegte Summe auf das Konto des Lernmittelfonds ein und erhält dafür leihweise eine Mischung von neu beschafften aber auch bereits gebrauchten Schulbüchern und Lernmitteln aus dem Bestand der Schule. Die Fondsteilnehmer erwerben kein Eigentum, zahlen dafür aber auch im Durchschnitt nur die Hälfte dessen, was die benötigten Lernmittel im freien Einkauf kosten.

 

Welches sind die rechtlichen Grundlagen?

Die Lernmittelverordnung vom August 2003 legt fest, dass sich Berliner Eltern mit maximal 100 Euro pro Kind und Jahr an den Kosten der Lernmittel beteiligen müssen. Das betrifft Lehrbücher, Arbeitshefte und ergänzende Druckschriften. Kopierkosten zählen nicht dazu. Die Schulen erstellen eine Liste mit den zu beschaffenden Lernmitteln, die sogenannte Bücherliste. Diese Lernmittel müssen die Eltern zu Beginn des neuen Schuljahres beschafft haben. Wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, entfällt die Verpflichtung, einen Eigenbeitrag zu leisten. Das gilt beispielsweise für Bezieher von Arbeitslosengeld oder Wohngeldempfänger. In diesem Fall stellt die Schule nach Vorlage der entsprechenden Bescheinigung die Lernmittel kostenfrei zur Verfügung.

 

Kann die Schule Eltern verpflichten am Fonds teilzunehmen?

Nein, die Teilnahme am Lernmittelfonds ist immer freiwillig. Wer nicht daran teilnimmt, erhält von der Schule die Bücherliste.